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Fridays for Future Mainz – Forderungen


Fridays for Future Mainz hat das Ziel durch die regelmäßigen Streiks nicht nur auf mangelnden Umwelt- und Klimaschutz aufmerksam zu machen, sondern auch konkrete Forderungen an die Politik zu stellen.

Wandel in der Energieversorgung

Wir fordern die Etablierung einer nachhaltigen, klimaneutralen Energieversorgung. Für die Umsetzung dieses Ziels sind aus unserer Sicht einige Veränderungen besonders wichtig:

  1. Schnellstmöglicher Kohleausstieg
    Derzeit wird ein Großteil der Energie in Deutschland durch die Verbrennung von Braunkohle gewonnen, welche eine der umweltschädlichsten Arten der Energiegewinnung darstellt. Daher fordern wir den sofortigen Kohleausstieg, um den bereits entstandenen Schaden, bezogen auf das Weltklima sowie die vom Kohleabbau betroffenen Lebensräume, nicht weiter voranzutreiben.
  2. Umschulungsprogramme
    Ein Braunkohleausstieg darf nicht auf Kosten der beschäftigten Arbeitnehmerinnen in der Kohleindustrie stattfinden. Den betroffenen Arbeitnehmerinnen müssen kostenlose Umschulungsprogramme geboten werden, um es ihnen zu ermöglichen, in zukunftsfähigen Bereichen zu arbeiten.
  3. Erneuerbare Energien
    Wir fordern zum Einen die vollständige Ersetzung fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien, zum Anderen mehr Investition in die Erforschung und Weiterentwicklung nachhaltiger Energiegewinnung, um schnellere Möglichkeiten zu finden, den gesamten Energiebedarf regenerativ zu decken.
  4. Ausbau der Stromtrassen
    Nicht überall in Deutschland kann derzeit gleich viel Strom durch nachhaltige Mittel gewonnen werden. Vor Allem im Süden Deutschlands wird momentan nur ein geringer Stromanteil aus regenerativen Quellen bezogen. Um den produzierten Strom (z.B. Windenergie) über ganz Deutschland zu verteilen, ist es daher leider unvermeidbar die nötige Infrastruktur zu schaffen. Zu dieser Infrastruktur gehören z.B. die Nord-Süd-Stromtrassen.

Aufklärung

Aufklärung über Klima- und Umweltschutz sowie über den persönlichen Anteil, den Jeder leisten kann, ist essentiell für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Dabei sehen wir vor allem Schulen und staatliche Bildungsangebote in der Pflicht, bereits junge Menschen verstärkt für diese Themen zu sensibilisieren. Da jeder Einzelne durch sein Handeln zum Umweltschutz beitragen kann, ist es besonders wichtig, bereits Kindern, aber auch Erwachsenen zu zeigen, welche Möglichkeiten bestehen die eigene Lebensweise umweltfreundlicher zu gestalten.

Staatliche Maßnahmen zur Förderung einer umweltfreundlichen Wirtschaft

Wir fordern einen Wandel der Wirtschaft, der den Erhalt unserer Lebensgrundlage sowie Nachhaltigkeit als unabdingbare Bedingung für jegliche Art wirtschaftlichen Handelns definiert.

  1. Staatliche Subventionen auf Unternehmen begrenzen, die klimaneutral produzieren
  2. Unternehmen sanktionieren, die durch ihren Produktionsweg reellen Schaden an Mensch und Umwelt erzeugen (z.B. hohe Treibhausgasemissionen)

Verkehr und Personenbeförderung

  1. Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
    Der öffentliche Personennahverkehr stellt ein wichtiges Mittel dar, um Treibhausgasemissionen, sowie die Feinstaubbelastung effektiv zu senken. Somit leistet er nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern erhöht gleichzeitig die Lebensqualität in den Innenstädten. Daher fordern wir einen sofortigen Ausbau des ÖPNV. Außerdem sehen wir einen kostenlosen ÖPNV als obligatorisch an, um zu gewährleisten, dass die Beförderungsmöglichkeit für Jede*n attraktiv und sichergestellt ist.
  2. Fahrradverkehr
    Neben dem ÖPNV ist das Fahrrad das zukunftsfähigste Fortbewegungsmittel. Wir fordern daher einen Ausbau der Radwege, sowie eine Förderung von Straßenstrukturen, welche einen möglichst sicheren Radverkehr gewährleisten.

Grünflächen und Parks

Grünflächen und Parks wirken sich nicht nur positiv auf das Stadtklima aus, sondern fördern auch das Wohl von Tieren (z.B. Vögeln) in der Stadt und verschönern außerdem das Stadtbild.

Daher sind wir für den Erhalt bereits bestehender Grünflächen, sowie für deren Förderung.

Ernährung

Die Umstellung der Ernährung und Lebensmittelproduktion ist eine vergleichsweise einfache und trotzdem effiziente Möglichkeit, um das Klima und die Umwelt zu schützen.

  1. Individuell
    Durch eine Umstellung der individuellen Lebensweise, kann jeder Mensch einen wertvollen Beitrag zu Umweltschutz leisten. Daher fordern wir eine umfangreiche und weitreichende Aufklärung der Gesamtbevölkerung über umweltfreundlichere Ernährungsweisen, wie beispielsweise einen gesenkten Konsum von tierischen Produkten und den Kauf von regionalen und saisonalen Produkten. Zudem fordern wir eine aktive Förderung klimaneutraler Verhaltensweisen im öffentlichen Raum. Das schließt unter Anderem eine Vorbildfunktion von öffentlichen Mensen ein.
  2. Industriell/ landwirtschaftlich
    In der Lebensmittelindustrie müssen umweltfreundliche Produktionen verstärkt staatlich gefördert werden, sodass nachhaltige Produkte für Jede*n finanzierbar sind. Zudem muss an Lösungen gearbeitet werden, um die Verschwendung von Ressourcen und Produkten auf dem Weg zum Verbrauchenden auf ein Minimum zu senken. Zusätzlich muss für die Einhaltung bestehender Umweltschutzgesetze, wie z.B. die Regelungen für den Einsatz von Gülle bzw. Dünger, gesorgt werden.

Abschließend möchten wir uns mit den Umweltaktivistinnen des Hambacher Waldes solidarisieren. Wir sprechen uns gegen jegliche Repression gegen Umweltaktivistinnen aus.

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